Entwicklungstrauma

Ein Entwicklungstrauma ist etwas so subtiles, dass die Auswirkungen vor allem im Körper gespreichert sind.
Wenn wir angetriggert werden, durch zum Beispiel Gerüche oder Musik reagiert unser Körper mit einer „Hab Acht Stellung“ und wir können uns selbst nicht mehr „regulieren“.

Einzeltherapie bedeutet in diesem Falle diese Trigger zu finden, das innere Kind zu beruhigen und neue Weg finden uns selbst so anzunehmen, dass wir eine innere Ruhe und Frieden finden, die uns ein ausgeglichenes Leben erlauben.

Das Gute ist, wenn man einmal erkannt hat, wo die Ursache liegt, nämlich in einem Entwicklungstrauma, kann man Wege finden die gefühlte Leere in Verbindung zu anderen wieder zu füllen und sich schlussendlich selbst lieben zu lernen.


Themen in der Einzeltherapie sind innere und äußere Sicherheit zu finden; Durch Imaginationsmethoden aktivieren wir den Zugang zu unseren inneren Ressourcen, wir lernen weiterhin unsere Gefühle anzunehmen und zu regulieren. Mit Methoden der Achtsamkeit, der körperorientierte therapeutische Methode „SEI®“, Elemente aus der Arbeit mit dem Inneren Kind stärken wir unsere Beziehungsfähigkeit zu uns selbst und zu anderen.

„Wir alle brauchen ein „Du“ um ein „Ich“ zu werden.“   

Was ist Schocktrauma und Entwicklungstrauma? 

Schocktrauma
Wenn wir das Wort „Trauma“ hören, dann denken wir meistens an schreckliche Ereignisse, Unfälle, Missbrauch, Angriffe und solche Dinge, die von heute auf morgen das ganze Leben auf den Kopf stellen und nichts mehr so ist wie es war. Diese Art von Trauma wird auch Schocktrauma genannt.

Diese Dinge sind schlimm, aber das ist nicht die einzige Art von Trauma, die unser ganzes Leben beeinflusst.

Entwicklungstrauma

Emotionale Bindung ist für uns Menschen, insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder, so überlebenswichtig wie Nahrung, Schlaf oder gar das Atmen. Wir alle brauchen eine Bezugsperson, die in jungen Jahren unsere Gefühle reguliert, weil wir als Baby oder Kleinkind noch nicht in der Lage dazu sind.

Diese Art der Bindung bildet ein grundlegendes Band zwischen zwei Menschen, welches für eine gesunde, emotionale Entwicklung sorgt. Viele von uns haben diese Sicherheit nicht erleben dürfen und wir wundern uns im Heute warum wir uns einsam fühlen egal wie viele Menschen um uns herum sind, oder wir das Gefühl haben nicht in diese Welt zu passen, anders als alle anderen zu sein, oder uns als falsch und unfähig empfinden.

 
Mögliche Ursachen von Entwicklungstrauma
  • Vernachlässigung
  • Vorgeburt- und Geburtstrauma
  • Frühgeburt – Brutkastenerfahrung
  • Mangelnde Versorgung der früheren Grund- und Entwicklungsbedürfnisse
  • Krankheit der Mutter/Vater und deren Abwesenheit (z.B. durch Krankenhausaufenthalt)
  • Scheidungskind sein
  • Narzisstische Mütter/Väter
  • Als Kind ständig eine große Verantwortung tragen
  • Unberechenbarkeit der Eltern
  • Schläge (auch verbaler Natur)
  • Missbrauch
  • Tod der versorgenden Personen (Mütter/Väter/Großeltern etc.)
  • Krankheit von Geschwistern, die die Aufmerksamkeit der Eltern eingenommen haben
  • Sucht der Eltern (Alkohol, Drogen etc.)
  • Psychische Störung der Eltern (Borderline, Psychosen, Depressionen etc.)
 
Auswirkung von EntwicklungstraumaDie Auswirkungen eines Lebens in einer dysfunktionalen Familie, die geprägt ist durch Abwesenheit, Vernachlässigung, Unsicherheiten, Krankheit oder Sucht setzt ein Kind enorm unter Stress. Als Kind können wir diesen Stress nicht selbst regulieren und fühlen uns hilflos.

Wir waren der Situation ausgeliefert – ein Ohnmachtsgefühl, dass uns eventuell innerlich erstarren lässt oder zu Wutausbrüchen führen kann.
Wir waren ständig damit beschäftigt uns anzupassen und zu „überleben“.              
Auswirkungen aus unsicheren emotionalen Verbindungen zeigen sich sogar nachweislich auf neuronaler Ebene. Die Symptome sind so vielfältig, so wie die Art von Leben, die wir gelebt haben.  

 
Mögliche Symptome von Entwicklungstrauma als Erwachsene

Bindungsstörungen
Bindungsangst
Co-Abhängigkeit
Emotionale Abhängigkeit
Verlustängste
Klammern
Schwierigkeiten uns selbst und anderen zu vertrauen
Sich aufopfern, um geliebt zu werden
Übermäßig viel zu leisten, um gemocht zu werden
Scham- und Schuldgefühle
Niedrige Stresstoleranz
Selbstdestruktives Verhalten und Autoaggressionen
Sich ständig überfordern
Übertriebenes Bedürfnis nach Kontrolle
Perfektionismus
Eigene Bedürfnisse nicht erkennen und durchsetzen
Eigene Grenzen können nicht erkannt und umgesetzt werden Negative Lebenssituationen werden als vertraut erfahren und nicht verlassen
Das Gefühl alles immer allein machen zu müssen, keine Hilfe annehmen können
Gefühl nicht zu genügen
Gefühl „zu viel“ für andere zu sein
Gestörte Selbst- und Fremdwahrnehmung
Kopflastig und „überrational“ sein
Empfindungen im Körper können nicht „gefühlt“ werden
Innere Wut
Innere Trauer
Leere
Dissoziation
Depersonalisation
Konzentrationsschwierigkeiten
Schlechte Affektregulation
Depressive Verstimmungen
Versuch die innere Leere durch Substanzen wie Alkohol, Drogen oder Nahrung zu füllen
Gefühl von Einsamkeit
unverhältnismäßige Reaktion auf Trennungen oder Verluste
Burnout

 
Findest du dich in den Themen wieder?

Das Gute daran ist, wenn man einmal erkannt hat, wo die Ursache liegt, nämlich in einem Entwicklungstrauma, kann man Wege finden die gefühlte Leere in Verbindung zu anderen wieder zu füllen und sich schlussendlich selbst lieben zu lernen.

„Wir alle brauchen ein „Du“ um ein „Ich“ zu werden.“